Schulabschluss Abitur - mit allen Konsequenzen?


No (I)deal?

 

Das Ideal des Abiturs ist omnipräsent, noch niemals gab es so viele Abiturienten wie heute, noch niemals so viele Studierende, doch ich finde diese Zahlen lassen einiges unbeachtet: Nämlich diejenigen, die „auf der Strecke bleiben“? Was passiert, wenn man nicht dem Ideal entspricht? War man nicht geeignet genug? Vielleicht! Und was, wenn es einfach ein ideal ist, was nicht zu mir passt, weil ich andere Talente habe?

Andere Talente statt Abitur 2019

Das ist glaube ich eine wichtige, wenngleich besonders schwierige Erkenntnis, steht sie doch im Widerspruch zu dem, was noch immer in der Gesellschaft vermittelt wird. Durchhalten! Nicht zu schnell aufgeben! Nur wer hart zu sich selbst ist, kann seine Träume verwirklichen! Alles Tugenden, die mit Recht ihren Stellenwert genießen, nur sollten sie nicht absolut gesetzt werden, blind machen und taub für das, was einem die innere Stimme versucht zu sagen. Damit meine ich nichts Esoterisches, sondern die Kernkompetenz, die uns allen in die Wiege gelegt wurde, nämlich die Wahl zu haben. 

In der Schule erfolglos - woanders auch

In meinem Berufsalltag begegne ich häufig Schülerinnen und Schülern, die ganz offensichtlich überfordert sind, weil sie - aus welchen Gründen auch immer - die schulischen Anforderungen nicht erfüllen können: Sie wiederholen eine Stufe – meist erfolglos – , sie pflegen Kontakt mit Leuten gleichen Schicksals, wodurch ihre Situation noch verfahrener wird, sie haben Eltern, die zwanghaft dem Ideal des Abiturs nacheifern und diese glücklich machen sollen, wodurch die Fallhöhe nochmals tiefer wird. Die Liste ließe sich bedauerlicherweise noch lange fortsetzen, doch bleibt der Kern des Gesagten der Gleiche: Diese Menschen sind am falschen Platz, machen die falschen Dinge, zum falschen Zeitpunkt!

Beratung für Schüler und Schülerinnen

Es ist sehr wichtig mit Schülerinnen und Schülern zu diesem Zeitpunkt ins Gespräch zu kommen, denn Ziel eines solchen Gespräches muss es sein, dass mein Gegenüber erkennt, dass ein neuer Weg notwendig ist. Raus aus der Tretmühle des Misserfolgs, des Nicht Genügens, nicht man selbst sein zu können, bzw. überhaupt zu erkennen, was in einem schlummert. Das Mühselige ist sich aufzuraffen, hin zu Unbekanntem, raus aus der Komfortzone. Oft fühlen sich Menschen dort aber wohler, als den Aufbruch in etwas Neues zu wagen.

Perspektiven sind wichtig

Woher also die Angst vor dem Unbekannten, was kann noch unbefriedigender sein und werden, als die aktuelle Situation? Ertappen Sie sich bei genau dieser Frage? Gemeinsam können wir versuchen die individuellen Problemlagen zu erkunden. Unterschiedlichste Wege und Perspektiven aufzeigen ist unser Ziel. Mit der entsprechende Beratung helfen wir Ihnen, sich und Ihr Kind wieder auf einen guten und motivierenden Weg zu bringen. 

 

Was sind aktuell Ihre Schwierigkeiten zu Hause? Wo stoßen Sie an Ihre Grenzen oder Ihre Kinder an eben diese? Diskutieren Sie mit uns in den Kommentaren oder schreiben Sie uns eine E-Mail.

 

You never walk alone! 

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